Geschichte des U-Bootkrieges

PHASE II

 

Im Winter 1940/41 erschwerte schlechtes Wetter die Überwasserangriffe der U-Boote. Die Briten begannen, Radargeräte und Kurz-wellenpeilung auf ihren Geleitschiffen einzusetzen und die Anzahl der verfügbaren Eskorten waren durch ein gesteigertes Bauprogramm stark gestiegen.

Im März 1941 verlor die Kriegsmarine in nur einem Monat die drei „Asse“ Kretschmer, Prien und Schepke durch Tod oder Gefangennahme. Ab dem Sommer 1941 wurde verstärkt auf die Rudeltaktik gesetzt, wobei U-Boote als „Wolfsrudel“ Konvois orteten und koordiniert angriffen. Die oft zahlenmäßig unterlegenen Eskorten versuchten gewöhnlich, das erste geortete U-Boot vom Geleit abzudrängen, was den übrigen Rudelmitgliedern Gelegenheit zum Angriff auf die Handelsschiffe gab.
Gegen den Willen des BdU wurden U-Boote auch ins Mittelmeer entsandt, um den alliierten Nachschub nach Nordafrika zu unterbrechen. Ähnlich wie 1940 wurden in diesem Jahr ca. 4 Millionen BRT an feindlicher Schiffstonnage versenkt.

Am 20. Juni 1941 meldete U 203 ( Kmdt. : Mützelburg) die Sichtung des US-Schlachtschiffes USS Texas im Blockadegebiet. In dieser Situation erließ die deutsche Führung den Befehl an die U-Boote, Sicherungsfahrzeuge nicht mehr anzugreifen. Im Juli erteilte der US-Präsident Roosevelt der US-Navy den Befehl, deutsche U-Boote anzugreifen und wiederholte diesen Befehl im September 1941. Am 4. September 1940 wurde U 652 (Kmdt.: Fraatz) 180 Seemeilen südwestlich von Reikjavik vom US-Zerstörer USS Greer mit Wasserbomben angegriffen und schoss in Abwehr zwei Torpedos. Die Abwehrmaßnahme wurde ausdrücklich durch die deutsche Führung gebilligt. Ähnliche Angriffe wiederholten sich zunehmend. Die USA gingen ohne erklärten Kriegszustand zu offenen Feindseligkeiten gegen deutsche U-Boote über.

In dieser Zeit versenkten die U-Boote ca. 3 Millionen BRT gegnerischen Schiffsraums.

Phase 2

 

 

 

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