Die Einsatzräume der U-Boote / Ostsee

       
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Die U-Boote im Ostseeraum

Lediglich zu Beginn und gegen Ende des Krieges war die Ostsee Schauplatz des U-Boote Krieges, da für die Alliierten
nur durch Skagerrak und Kattegat der Zugang zur Ostsee möglich gewesen wäre, die nach der Besetzung Norwegens
und Dänemarks unter deutscher Kontrolle geraten waren. Der Seekrieg in der stark verminten Ostsee wurde daher
nur unter den Anrainerstaaten geführt.

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1939 waren deutsche U-Boote am Polenfeldzug beteiligt und wirkten dort an der Blockade der Häfen mit.
Versenkungen erzielten sie keine. Von den fünf polnischen U-Boote entkamen drei in das neutrale Schweden, wo
sie für den Rest des Krieges interniert wurden. Die „Orzel“ ließ sich in Reval internieren, um schließlich aus Furcht
vor einer sowjetischen Besetzung des neutralen Estlands auszubrechen und schlug sich ohne Seekarten nach England durch.
Der „Wilk“ gelang es ebenfalls sich nach England abzusetzen.

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Da bis Ende 1941 die komplette Oststeeküste mit Ausnahme des eingeschlossenen Leningrad und des neutralen
Schweden von den Achsenmächten Deutschland und Finnland besetzt war, kam es in der Ostsee zwischen 1941 und
1944 kaum zu größeren Kampfhandlungen. Die Hauptaktivitäten deutscher und finnischer U-Boote beschränkten sich
auf Ausbildungsfahrten und das Legen von Minensperren im Finnischen Meerbusen bzw. vor Leningrad und Kronstadt,
da die Marineführung einen Ausbruchsversuch der Baltischen Flotte aus Leningrad befürchtete.

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Gegen Kriegsende wurden die baltischen Häfen wieder frei und die Minensperren konnten umgangen werden. Jetzt
griffen sowjetische U-Boote in das Kriegsgeschehen ein und bedrohten hierbei den ostpreussichen Kessel. Sie
verursachten dabei die 3 grössten Schiffskatastrophen des 2. Weltkrieges. Am 30. Januar 1945 versenkte die
S 13 die „Wilhelm Gustloff“, die mehr als 9000 Menschen das Leben kostete. Am 10 . Februar 1945 versenkte ebenfalls
die S 13 die „Steuben“. Hierbei kamen über 3600 Menschen ums Leben und am 16. April 1945 versenkte die L 3 die „Goya“. Diese Versenkung kostete über 6000 Menschen das Leben.

 

 

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